Nebikon Die Akkordeonie lud am Wochenende zu ihren diesjährigen Jahreskonzerten ein. In gewohnt frischer und sympathischen Art und unter dem Motto: «Festival» nahm die Akkordeonie ihr Publikum mit ans Musikfestival und verbreitete mit ihren Melodien echtes Openair-Feeling.
Es dauerte eine Musikstücklänge und das begeisterte Publikum war in euphorischer Partylaune. Unterstützt durch den mottogerecht geschmückten Saal und die Bühne fühlten sich die Gäste bald in Festivalstimmung. Unter der kompetenten und sympathischen Leitung von Sven Angelo Mindeci eröffnete die Akkordeonie den Konzertabend mit dem Kelly-Family-Medley das die bestbekannten Titel wie «Fel in Love With en Alien , An Angel» und viele weitere Hits hervorbrachte. Die legendäre Kelly Familie stürmte in den 80iger Jahren in Windeseile die grossen Weltbühnen. Die Akkordeonie liess gleich zu Beginn mit ihrer ansprechenden Akkordeonmusik vom Feinsten erahnen, was das Publikum erwarten darf. Das nachfolgende Stück «Total Eclips of the Heart» von Bonnie Tyler bohrte sich als Ohrwurm in die Ohren der Gäste. Eine wunderschön und gefühlvoll vorgetragene Power- Balade. Die Akkordeonie zeigte somit, dass sie nicht nur rockig kann, sondern auch die leisen Töne beherrschte. Das Stück lebt von einem langsamen Aufbau emotionaler Intensität, die von der Akkordeonie herrvorragend umgesetzt wurde. Weiter auf dem Programm stand «Manhattan» von Bligg. Dieser Klassiker der schweizer Mundartmusik darf an keinem Festival fehlen. Die Finger der Akkordeonistinnen sind nun warm gespielt und so heizten sie mit diesem Hit ihrem Publikum kräftig ein. Mit «Shake it off» der Rockkönigin Taylor Swift eroberte ein weiterer Welthit die Bühne in Nebikon. Dieser zum Mitmachen animierende Musiksong traf einmal mehr den Nerv der Zuhörerschaft. Bereits wurde das letzte Stück vor der Pause angesagt. Emilia Meier und Svenja Bättig führten gekonnt durch das Programm. Mit ihrer witzigen und sympathischen Art haben sie das Publikum schnell für sich gewonnen. Das Medley »Memory-Lane» arr. von Sven. A. Mindeci beinhaltete viele Songs von bekannten Künstlern. Das Publikum durfte mit diesem Stück bereits einen ersten Höhepunkt des Konzertabends geniessen. Dieses in jeder Hinsicht sehr anspruchsvolle 12-minütige Medley verlangte von den Spielerinnen alles ab. Sowohl die varierenden technisch schnellen und rhythmisch schwierigen Passagen, wie auch die langsamen, dynamischen Phasen meisterte die Akkordeonie hervorragend. Hier zeigte sich auch die Viefältigkeit, welche diesen Verein ausmacht.
Bevor es in die verdiente Pause ging richtete die Präsidentin Sibylle Collavo ein paar Dankesworte an das Publikum und an die zahlreich erschienenen Delegationen aus . Vielen lobenden Dank gilt auch dem langjährigen Drumer David Hofmann.
Hits am laufenden Band
Nach der verdienten Pause meldete sich die Akkordeonie zurück auf der Konzertbühne . Mit dem «Elvis Presley-Medley eröffnete die Akkordeonie den zweiten Konzertteil. Elvis Presley war das Idol des Rock`n`Rolls. Er setzte diesem energiegeladenen Musikstil der 50iger Jahre den Stempel auf. Die verbindenden Elemente aus Blues, Country und Gospel verlangte von den Spielerinnen vollste Konzentration und schnelle Finger. Anschliessend folgten «The Kids aren`t alright» und die wunderschöne Balade «I`d love you to want me» von Lobo. Der Soft-Rock- Song aus den frühen sibziger Jahren führte in Deutschland 13 Wochen die Charts an. Hier durfte sich das Publikum zurücklehnen und einfach geniessen.
Zum Schluss der beiden Konzertabenden folgten zwei weitere Musikstücke mit Hitcharakter. Mit «Pink in Concert» meldete sich eine weitere Popgrösse an. Das Medley beinhaltete die bekanntesten Hits von Pink im Musikformat. Auch dieses Stück, eine herausfordernde Partie die von rhythmisch aussergewöhnlichen Passagen lebte. So wurde das Publikum einmal mehr in eine abwechslungsreiche, musikalische Gefühlswelt mitgenommen. Als letztes Stück spielte die Akkordeonie «Skandal im Sperrbezirk» von der Spider Murphy Gang. Nochmals wird kräftig eingeheizt. Die Akkordeonie holte ihre letzten musikalischen Reserven hervor, denn dieses Stück hatte Power. Schnelle Finger und ein Gespühr für Rhythmus waren hier gefragt. Mit Bravour und viel Kraft wurde der Song vorgetragen und interpretiert. Mit viel Musikalität und Herz beendete das Orchester das offizielle Musikprogramm. Somit ging das energiegeladene «Musikfestival» auf der Nebiker Pfarrsaal Bühne zu Ende
Wenn Status Quo rockt zittert der Pfarrsaal
Das begeisterte Konzertpublikum bekam ein musikalisch abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm zu hören. Das Publikum dankte es den Akkordeonistinnen mit viel Applaus und entlockte dem Ensemble noch zwei Zugaben. Mit «Rockin`all over the World» von Status Quo und dem Stück» Holding out for a Hero» von Bonnie Tyler» rockte die Akkordeonie vorerst ein letztes Mal von der Konzertbühne. Mit diesem Konzert bewies die Akkordeonie einmal mehr, dass auch weiterhin mit ihr zu rechnen ist. Spritzig, vielfältig, mutig und parat für neue musikalische Geschmackskompositionen.
